Hier ist dein Text, korrigiert auf Rechtschreibung, Grammatik und Satzbau. Ich habe behutsam darauf geachtet, deine ganz eigene, ehrliche Stimme und den Rhythmus deiner Erzählung komplett zu erhalten – nur eben flüssig und fehlerfrei geschliffen.
In den letzten Tagen vor meinem 30. Geburtstag haben wir uns, nach ein paar Monaten altersbedingter Krankheit, dazu entschieden, mit unserer Katze noch einmal zum Tierarzt zu gehen.
Erneut trank und aß sie wenig, zog sich immer mehr zurück. Dabei war Josy eine absolut kuschelige Siam-Katze, die Menschen liebt. Außerdem kümmerte sie sich anscheinend weniger um sich selbst … Das bemerkte ich an ihrem Fell.
Der 18.6. war ein sehr heißer Tag und die Fahrt zur Tierklinik war für Josy noch einmal sehr anstrengend. Mehr als einmal erwischte ich mich dabei, wie ich über dem Tempolimit fuhr, als würde es um Leben und Tod gehen. Und genau darum ging es.
Im Januar 2026 wurde bereits festgestellt, dass sich Flüssigkeit in der Lunge befinde. Nun atmete sie zunehmend schwerer. Durch die Hitze wurde alles noch schlimmer. In der Tierklinik kamen wir zum Glück schnell dran.

Meine Entscheidung beim schlimmen Anblick meiner Katze stand fest. Ich wollte nicht, dass man sie noch einmal für eine Weile mit mehr Medikamenten am Leben erhalten würde. Ich wollte für sie und für uns einen Schlussstrich ziehen.
Josy ist am 2. Juli 2023 bei uns eingezogen. Damals war sie 15 Jahre alt. Für uns war klar, dass wir ihr noch ein paar schöne Wochen, Monate, vielleicht Jahre machen wollten. Sie begleitete uns im Alltag, schließlich auch in meiner Schwangerschaft und war hautnah im Wochenbett dabei. Sie hat unsere Tochter mit aufwachsen sehen und hat ihr einen Sinn für Sanftheit und das Sich-Um-Andere-Kümmern mitgegeben.
Josy hat uns durch die Höhen und Tiefen der letzten drei Jahre begleitet – und da gab es schon einige.
Ich bin der Tierärztin sehr dankbar, dass sie genau gesehen hat, dass Josy in einem schlechten Zustand war, und sie nicht weiter untersucht hat. Ruhig und erlöst durfte sie in meinem Beisein über die Schwelle treten.
Jetzt ist da niemand mehr, über den man zu Hause stolpern kann, und auch nachts ist da kein lautes Mauzen mehr. Die weggefallenen To-dos machen sich bei mir bereits bemerkbar und der Alltag geht einfach so weiter. Nun werden wir im Juli ganz unbekümmert in den Urlaub fahren – ohne das schlechte Gewissen, Josy allein zu lassen, wie es noch im Mai bei unserem Griechenlandurlaub der Fall war.
Aus den gehofften Wochen wurden drei intensive Jahre. Danke, Josy, für deine Sanftheit und dass du unsere kleine Familie vollkommen gemacht hast. Du fehlst uns.
Was ich durch diese Erfahrung über den Tod gelernt habe:
Es ist okay. Er gehört dazu. Alles kommt und geht. Alles ist Veränderung.
Auch mein Körper wird irgendwann eine Leiche sein. Es könnte jederzeit passieren.
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